
Am 29. August 2012 versammelten sich über 150 Personen im Saal des Haus Wichern in der Dortmund Nordstadt um an Mehmet Kubaşik zu erinnern der am 4. April 2006 in seinem Kiosk in der Mallinckrodtstr. vom Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordet.
Die Teilnehmer*nnen, darunter die Familie Kubaşik, Vertreter*nnen der Alevitischen Gemeinde, der Dortmunder Antifa Bündnisse Alerta und DAB, von “Dortmund Nazifrei” und DSSQ, Teilnehmer*innen des Antifa-Camps, Vertreter*nnen des alevitischen Kulturvereins Dakme, vom deutsch-kurdischen Kulturverein, Referent*innen des “Apabiz Berlin” sowie Kutlu Yurtseven von MicMafia aus Köln, tauschten sich über ihre jeweilige Perspektive auf den rassistischen Mord und die Zeit danach aus. Sie diskutierten was angesichts der rassistischen Mordserie jetzt in Dortmund und darüber hinaus zu tun sei.
Das zweistündige Gespräch wurde von allen Teilnehmer*nnen als ein erstes Kennenlernen verstanden und mit dem Wunsch verbunden damit eine Grundlage zu schaffen für einen gemeinsamen Kampf gegen Rassismus und Faschismus.
Ein Mitschnitt der Veranstaltung steht bei freie-radios.net zu Verfügung.


Trotz Verbotes des Antifa-Camps im Tremoniapark duch die Stadt Dortmund am vergangenen Donnerstag, versammelten sich gestern morgen ab 10:00Uhr 100 Antifaschist*innen vor dem Dortmunder Rathaus um nun dort symbolisch ihre Zelte aufzuschlagen. Damit äußerten sie ihren Unmut über das städtische Verbot und übten somit politischen Druck auf die Verantwortlichen aus, die mit fadenscheinigen Begründungen, wie der angeblichen Gewaltbereitschaft der Camper*innen, plötzlich das Camp untersagten.
Aus Münster wird es eine gemeinsame Anreise nach Dortmund geben, die die Beteiligung an den zahlreichen Protestformen am Samstag ermöglichen wird. Die Antifa Linke Münster unterstützt am Samstag das Alerta!-Bündnis. Das Alerta!-Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, den Naziaufmarsch zu verhindern. Unter dem Motto “Blockieren, Sabotieren, Verhindern” ruft es zu Aktionen gegen die Nazis auf. Dazu wollen wir möglichst viele Menschen auf die Straße bringen. Möglich werden soll somit ein gemeinsames solidarisches Handeln der vielen verschiedenen Antifaschist_innen, die am 1. September aktiv gegen die Nazis vorgehen wollen.