Wider den antifeministischen Rollback

Tag ein Tag aus erleben wir, wie Angriffe auf feministische Errungenschaften massiv zunehmen. Rechte Parteien gewinnen an Einfluss, queerfeindliche Mobilisierungen nehmen zu, reproduktive Rechte werden wieder infrage gestellt, und die Kontrolle über Körper und Lebensweisen wird vermehrt politisches Programm.
In den USA könnten Menschen bald wegen eines Schwangerschaftsabbruchs auf Mord angeklagt werden, während Vergewaltiger, Frauenhändler und Pädophile ungeschoren davonkommen oder gar in Regierungen sitzen. Auch transfeindliche Gesetzgebungen und die faktische Einschränkung des Wahlrechts für FLINTA* gehören zum Paket.
Unter fundamentalistisch-religiösen Regimes wie in Iran ist die Unterdrückung von Frauen und Queers höchstes Gebot, Protest und Widerstand der Menschen soll durch die Instrumentalisierung sexualisierter, geschlechtsspezifischer Gewalt gebrochen werden. Die Frauenbewegung in Rojava muss seit Anfang des Jahres erneut um den Erhalt der Errungenschaften ihrer Revolution kämpfen, die gegen patriarchale Strukturen und für die Befreiung und Selbstbestimmung der Frauen eintritt.
In Putins Russland gelten Feminismus und die LGBTIQ*-Bewegung als „extremistische Ideologie“. Cis-Männer bieten in Deutschland ihre Partnerinnen zur Vergew*ltigung an, Tausende beteiligen sich daran, noch mehr wären dazu bereit. Aber statt patriarchale Gewalt zu adressieren, wird rassistisch von einem „Problem mit dem Stadtbild“ gesprochen.
Diese Entwicklungen schreiten mit schamloser Gewalt voran und erscheinen oft unaufhaltsam. Aber wir können uns ihnen entgegenstellen. Es ist Zeit, dass die Scham die Seite wechselt!
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