Jetzt wird’s ernst – Trotz gegenteiliger Verlautbarungen: Teile der Grünen planen am 31.1. die Zustimmung zu einer sog. „Zentralen Ausländerbehörde“ (ZAB) in Münster, die in Wirklichkeit eine Zentrale Abschiebehörde ist. Mit den Stimmen von AfD, CDU und FDP könnte auf der Ratssitzung eine Mehrheit für die ZAB zustande kommen. Durch eine ZAB in Münster geht Humanität im Umgang mit Geflüchteten weiter verloren. Beratungsmöglichkeiten werden quasi unmöglich, Menschen durchnummeriert und Einzelfallprüfungen systematisch erschwert. Ziel einer ZAB ist einzig und allein die Abschiebung oder die sogenannte „freiwillige“ Ausreise. Aber diese Entscheidung über das (Über-)Leben von Menschen muss bewusst & sozial und nicht schnell & effizient gefällt werden!
Deswegen fordern wir den Rat der Stadt Münster auf, die geplante ZAB in Münster zu verhindern und sich auch im gesamten Kreis und Land gegen eine ZAB stark zu machen! Gemeinsam fordern wir im Vorfeld und auf der Kundgebung die Ratsparteien auf, geschlossen mit *NEIN* zu stimmen! Wir werden laut sein, insbesondere gegenüber jenen Grünen Funktionär*innen, die bereit sind, grundlegende Menschenrechte gegen die bescheidene Beteiligung an einer schwarz-grünen Stadtregierung einzutauschen. Kommt alle und bringt Freundinnen und Freunde mit!
Wann? 31.01.2018, ab 16 Uhr
Wo? Vor dem Rathaus (Prinzipalmarkt), Münster
Veranstalter: nozab-Bündnis; Facebook-Veranstaltung


Die AfD ist bei der Bundestagswahl im September drittstärkste Kraft geworden. Mit ihr zog erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik eine rechtspopulistische Partei in den Bundestag ein. Dies wird nicht ohne Folgen bleiben: Der Rechtsruck in Politik und Gesellschaft wird weiter voranschreiten. Im Wahlkampf stellte die AfD die von ihr mit rassistischen Deutungen und ausgrenzenden Forderungen versehenden Themen Asyl, Zuwanderung und Innere Sicherheit in den Vordergrund. Nach der Wahl jubelten die Rechtsaußen-Kräfte. AfD-Sprecher Alexander Gauland krakeelte: „Wir werden Frau Merkel jagen“ und uns „unser Land und unser Volk zurückholen“. Die AfD Salzgitter deutete den Einzug in den Bundestag in einem Facebook-Beitrag gar als „nächste Phase im Krieg gegen dieses widerwärtigste System das je auf deutschem Boden existierte (sic!)“. Medial sorgte vor allem die Ankündigung der AfD-Sprecherin Frauke Petry, die AfD zu verlassen, für Schlagzeilen.