Gegen „besorgniserregende Eltern“ – Kampf dem Patriarchat!
Für Selbstbestimmung und vielfältige sexuelle Identitäten!
Anfang des Jahres hatte die Gruppe „Besorgte Eltern“ im Internet für den 30. Mai eine Demonstration in Münster angekündigt. Diese Gruppierung hat sich bundesweit den Kampf gegen eine angebliche „Frühsexualisierung von Kinder“ auf die Fahnen geschrieben, und wendet sich gegen Sexualkundeunterricht, der unterschiedliche sexuelle Orientierungen oder geschlechtliche Identitäten thematisiert. Die „Besorgten Eltern“ sind nicht nur eine homophob Bewegung, mit dem Slogan „gegen Genderismus“ stellen sie jegliche Identitäten und Lebensentwürfe in Frage, die von ihrer Norm der heterosexuellen Kleinfamilie abweichen. Ihr Ziel ist die Zementierung von traditionellen Geschlechterrollen, um die männliche Vorherrschaft zu sichern und Frauen sowie alle von dieser Norm abweichenden Menschen in ihrer Selbstbestimmung und ihren zu Rechten beschränken. Denn genau diese traditionellen Vorstellungen von Familie und Geschlecht sind in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker in Frage gestellt und teilweise aufgebrochen worden. Vielfältige Lebensentwürfe sind in der Gesellschaft nun sichtbarer und erfahren eine größere Akzeptanz – gleichwohl es natürlich auch weiterhin in Teilen der Bevölkerung große Vorbehalte gibt und institutionelle Diskriminierungen fortbestehen. Weiterlesen



